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"Das Konzept des Spider-Climb Wettkampfes bedeutete für uns alle Neuland. Zum einen der Mix aus Klettern und Bouldern, dann die Teamorganisation bzw. Strategie und letztlich die unerbitterlich tickende Uhr im Nacken machten diesen Wettkampf auch für uns erfahrene Wettkampfkletterer zur besonderen Herausforderung." meint Irina Mittelman .
Nach dem Startschuß begannen Markus, Irina und Saskia, sich in den leichteren Routen zwischen 6a und 6c aufzuwärmen. Daniel und Jan taten das Gleiche beim Bouldern.
Nun galt es, den richtigen Zeitpunkt für den Einstieg in die schwierigen Touren zu finden, die eine Menge Punkte pro festgehaltenem Griff versprachen. Nach der Aufwärmphase stieg Markus in die Toproute im franz. Grad 8b ein und kämpfte sich weit über die Hälfte hoch. Eine übersehene Zange wurde ihm dann zum Verhängnis, aber er erreichte den bislang höchsten Punkt in der Route. Direkt nach ihm trat Jan in der selben Route an, und konnte die bis dato höchst erreichte Marke von Markus noch um zwei Griffe weiter nach oben verschieben. Das dies von beiden eine Superleistung war, zeigte sich auch daran, dass nur ein einziger Teilnehmer im gesamten Wettbewerb ein paar Griffe höher als die beiden kam.
Kein anderer Teilnehmer erreichte wie Jan den Topgriff in der zweitschwierigsten Route (8a), die er souverän flashte. Fast alle mußten sogar schon kurz nach der Mitte das Handtuch werfen.
Auch unsere Mädels zeigten eindrucksvoll, dass sie mit ihrem Leistungsniveau in der oberen Klasse mitklettern können. Irina finishte eine besonders diffiziele 7c, indem sie eine erlaubte Kante einfach ausließ und so aus der 7c bestimmt eine 7c+ machte. Saskia fehlte nur wenig, um in dieser Route ebenfalls den Topgriff in den Händen halten zu können. Sie brillierte daraufhin allerdings in einer stark überhängenden 7b.
Daniel spulte erwartungsgemäß einen Boulder nach dem anderen ab und kam so nur zu einem Versuch in einer Kletterroute. Das diese dann auch noch die Toperoute 8b war, verdutzte nicht nur den Schiedsrichter. Daniel erreichte in der stark ausladenden Tour gefühlte dreifache Boulderhöhe! ... was auch in Anbetracht der Routenschwierigkeit eine Superleistung bedeutet.
"Eine halbe Stunde vor Ende des Wettkampfes wurde uns klar, dass wir einen strategischen Fehler begangen hatten. Nicht nur einige schwierige Routen bringen Punkte, sondern auch viele leichte Routen!" analysiert Daniel Alexander. So fingen Jan und Markus in mittlerer Panik an, die leichten Routen zu spulen, während Saskia, Daniel und Irina nun alle noch nicht gekletterten Boulder ausfindig machten und einen nach dem anderen davon abknippsten. Doch auch die anderen Teams gaben in dieser spannenden Schlußphase Gas und kletterten, was die geschundenen Arme noch möglich machten. "So konnten wir zwar aufholen, aber den bestehenden Abstand zu den ersten drei Teams nicht mehr entscheidend verkleinern und erreichten mit 5875 Punkten den vierten Platz." sagt Daniel.
Ein großes Lob an die belgischen Routenbauer, die abwechslungsreiche und interessante Touren geschraubt hatten, in denen die Wettkämpfer eine Menge Spaß hatten. Das Chimpanzodrome-Kletterteam freut sich jedenfalls schon jetzt auf die neue Veranstaltung im nächsten Jahr.
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