Montag 11 Dezember 2017

Klettern als Schulsport

Klettern als Schulsport Spiel, Spaß und Sport – und das ganze möglichst pädagogisch wertvoll! Kaum ein Sport kann Schulkinder jeder Altersklasse so fesseln und zum mitmachen anregen wie das Klettern. Motorik, Konzentration, Willenskraft und die Auseinandersetzung mit den eigenen Grenzen: Klettern fördert in vielerlei Hinsicht. Neben Kraft und Geschicklichkeit sind auch soziale Kompetenz und verantwortungsvolles Handeln gefragt. In der Chimpanzodrome Kletterhalle können Schüler und Lehrer unter der fachmännischen Anleitung von sorgfältig geschulten Mitarbeitern die ersten Schritte in der Vertikalen wagen. Beachten Sie auch unsere Angebote zur Lehrerfortbildung "Klettern im Schulsport" und unsere Veranstaltungen zum Thema Teambuilding/Konfliktbewältigung .

Vier gute Gründe, für das Klettern im Schulsport:

Motorik: Klettern ist bei weitem kein reiner Kraftsport und der „Stärkste“ gewinnt längst nicht immer. Klettern erlaubt den Einsatz eines besonders breiten Bewegungsrepertoires. Die geschickte Kombination aus ästhetischen, akrobatischen und athletischen Bewegungsabläufen bringt den Erfolg. Motorik, Koordination und Gleichgewichtssinn werden gleichermaßen geschult. Das Ziel, so hoch wie möglich zu klettern, immer vor Augen, wachsen viele Jugendliche über sich hinaus. Dabei entwickeln sie instinktiv kreative Bewegungsabfolgen, um auch schwierige Kletterstellen zu meistern.

Emotion: Klettern ist ein spannendes Abenteuer. Kletterer können unmittelbar Grenzsituationen erleben und durchlaufen gleichzeitig ein anregendes Bad der Gefühle: Wagnis, Risiko und Erfolg sind eng mit Empfindungen wie Angst, Freude, Unsicherheit und Mut verbunden. Die Belohnung für den nächsten gewagten Schritt oder den mutigen Griff nach oben folgt auf dem Fuße. Jeder gewonnene Meter bedeutet ein erfolgreich gelöstes Problem. Sich nur aus eigener Kraft in der Wand halten zu können stärkt das Vertrauen in das eigene Können und ermöglicht das bewusste Wahrnehmen der eigenen Leistungsfähigkeit.

Soziale Aspekte: Kletterer und Sichernder bilden als Seilschaft eine enge Gemeinschaft und erleben den Erfolg und die Freude über eine geschaffte Route zusammen. Den Partner motivieren und ihm mögliche Lösungen für eine schwierige Kletterstelle von unten aufzuzeigen, stärkt zudem die soziale und kommunikative Kompetenz. Der ständige Rollentausch zwischen Kletterndem und Sichernden fördert darüber hinaus das Gefühl, teil eines ganzen zu sein.

Verantwortung:
verantwortliches Handeln wird beim Klettern unmittelbar gelebt. Den Partner konzentriert sichern sowie die gegenseitige Knoten- und Materialkontrolle sind wichtige Aspekte, bei denen Vertrauen eingefordert wird. Der Kletterer merkt aber auch, dass er sich „auf andere Verlassen kann“. Die praxisnahe Bedeutung von Verantwortung beim Klettern vermittelt Kindern und Jugendlichen eindringlich, wie wichtig ihr verantwortungsvolles Handeln ist.